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RECHTE INDIGENER VÖLKER

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Indigene Völker sind laut UN-Definition marginalisierte Bevölkerungsgruppen, die sich als eigenständige Völker mit entsprechenden eigenen sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Institutionen betrachten. Sie sind die Nachfahren von den vorkolonialen Bewohnern einer Region.

Internationale Regelungen

Die Konvention Nr. 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) schützt die Rechte der indigenen Völker. Dazu gehören sowohl ihre sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und allgemeinen Menschenrechte als auch die Eigentums- und Besitzrechte des Landes, das sie seit Jahrhunderten besiedeln. Die Schweiz hat das Übereinkommen nicht ratifiziert.

Bedrohung der Land- und Bodenrechte

Indigene Völker leben häufig in Regionen, die sich durch einen besonderen Reichtum an Bodenschätzen und biologischer Vielfalt auszeichnen. Diese Ressourcen sind für die Nationalstaaten, in denen sich die Region befindet, und für internationale Unternehmen von grossem Interesse. Durch die Rodung von Regenwäldern, den Abbau von Bodenschätzen oder den Anbau von Soja und Mais in Monokulturen werden einerseits grosse Profite erwirtschaftet. Andererseits gefährden sie die Natur und damit die Existenz der indigenen Völker, die von ihr leben.

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